Freitag, 17. Oktober 2014

Ein obligatorischer Katzenpost

2014 gibt es noch gar keinen Post über / mit ihrer königlichen Flauschigkeit...
Das muss geändert werden, schließlich möchte ich meinen Teil zur Onlinegesellschaft beitragen und das Internet mit Katzenbildern schwemmen ;-D


Als erstes bei einer ihrer Lieblingsbeschäftigungen:

Herumliegen auf Stoffbahnen, die eigentlich vom Katzen-HiWi grad benäht werden möchten...



Irgendwie gibt dieses Foto meine Wohnung erschreckend zusammengefasst wieder..

Danach folgt das Herumliegen auf halbfertigen Teilen. Völlig egal, ob nicht noch die Nähnadel drinsteckt, Hauptsache alles ist mit einem adäquaten Schleider an grauen Härchen versehen. Da sage noch einer, dass sie ihr Revier nicht markiert....






Irgendwann hat's der Dosenöffner dann mal geschafft und hat was trotz flauschiger Ablenkung fertig genäht. Das wird dann natürlich auch gleich entsprechend vollgefusselt.






Und zu guter Letzt darf man natürlich das allgemeine Herumliegen einer Katze nicht vergessen.









So, das musste jetzt einfach sein. Andere Menschen haben Kinder für solche "Mein Gott wie toll, dieses Lebewesen..!"-Posts, ich hab ne Katze :D

Als Beweis, dass es den Flauscheknödel auch in Nicht-Liegender Form gibt:

Kistenkatze

Bis zum nächsten Katzenflash ;D

das Veferl

Sonntag, 17. August 2014

1889er Tornüre



Letztes Jahr hatte mein Arbeitgeber 250-jähriges Bestehen, und wie das so ist in dieser Welt, gab es einen Festakt für die wichtigen Leute am Wochenende, und eine Feier für die Mitarbeiter am darauffolgenden Montagabend.
Ich sage jetzt bewusst nicht "Restl-Essen", weil die Feier dann doch sehr schön und gelungen war und es für die Mitarbeiter eine nette kleine Prämie gab. Hihi.

Ein Theater wurde angemietet, und gehobenere Garderobe war zwar nicht ausdrücklich erwünscht, erschien mir aber jedoch angemessen. "Leider" ist meine Alltagsgarderobe schon recht außergewöhnlich, wie also nun die Bürokluft noch steigern..?

Schon vor Jahren hab ich mit damaligen Flurkollegen rumgeblödelt, dass, sollte ich zum 250-Jährigen noch da arbeiten, ich in vollem Ornat von 1763 erscheine.
Haha. Muss irgendwann 2011 gewesen sein, als ich noch der Ansicht war, aus allen Epochen etwas haben zu wollen.
Zwischenzeitlich bin ich jedoch zur klassischen Tornüren-Tante mutiert, mit Bürzel ist es einfach schöner...
Glücklicherweise stand laut Firmenchronik im Jahre 1889 der Umzug von der schwäbischen Pampa in die Großstadt an. Perfekt. Nicht so einschneidend wie die eigentliche Gründung, schon klar, aber immerhin ein gut darzustellender Anlass.

Ich entschied mich also für ein Modell von 1889.

Das Mittlere in rot-schwarz war die Ideenvorlage.

Mein Personalchef sollte schon noch sehen, dass meine Alltagsklamotten durchaus noch steigerbar waren...

Leider ist das Kleid in seiner ursprünglichen Variante als Dinnerkleid schon wieder überholt. Kollegen, Chefs, Musiker und Autoren hat's an dem Abend zwar schier aus den Latschen katapultiert, aber so ganz zufrieden war ich nicht. Lag nicht direkt am Kleid, oder wie es genäht oder zu tragen war, aber irgendwie... war's mir für ein Dinnerkleid zu schlicht.

Die erste Variante als Dinnerkleid wurde also nach dem Abend im September wieder verworfen und das Ensemble mittels Bluseneinsatz vom Dinnerkleid in ein Tageskleid umgewandet.
Ohne den weißen Einsatz gefällt es mir halt lange nicht so gut, wie ich zugeben muss.
Haben wir wieder etwas gelernt.

Hier nun die Fotos in der aktuellen Tageskleid-Variante ;-D




Die Schnittfrage, mal wieder.
Letztendlich alles ein Selbstkonstrukt, basierend auf TV 382 (1886 Asymetrical Drapery Add-on) und dem TV 460 (1885 Cuirass Bodice).
Zusätzlich gibt es noch einen Basisrock aus Ditte unter dem hellblauen Overskirt.
Man sieht ja seitlich den etwas breiteren Schlitz. Damit ich möglichst wenig vom hellblauen Stoff verschwende - ja, davon hab ich zwar einen 17m Ballen heimgekarrt, aber trotzdem muss man das gute Zeug sparsam verwenden -, hab ich zuerst einen langen Basisrock genäht und dann an der Stelle, an der der Schlitz ist, einen hellblauen Streifen eingesetzt und diesen mit der Spitze benäht.
Es war in dem Konstrukt sogar noch Platz für eine Rocktasche auf der rechten Seite. Hurra.

Beide Materialien stammen aus dem Textil Müller. Der Spitzenstoff zog im Juli 2011 aus dem Wiener Müller ein, die hellblaue Baumwolle folgte dann ein Jahr später aus der Innsbrucker Depandance.

Es sind jetzt übrigens nicht mehr ganz die ursprünglichen 17 Meter, aber ich liebe diesen Stoff einfach. Hätte ich nicht gedacht. Ich in Hellblau ;-)








Mehr Rosen - weniger Rosen..? Bin noch unentschlossen an der Stelle...

Detail der Spitze unter den Overskirt-Falten




Der Schmuck, ein paar Ohrringe und eine kleine Brosche, sind eine Kolleginnen-Schenkung. Eine meiner Mittagspausenkolleginnen (das sind die netten, angenehmen Leute für die Arbeitsfreizeit) hat ihr Schmuckkasterl durchsortiert, und festgestellt, dass der Schmuck nun nicht mehr wirklich zu ihr passt.

Aber zu mir, und so sind die goldenen Ohrhänger mit kleiner hellblauer Gemme und die passende Brosche zusammen mit noch ein paar anderen Stücken bei mir eingezogen. Passt perfekt!

Alles in allem - ich LIEBE dieses Ensemble. An der Taille sieht man mittlerweile, wie ordentlich ich nähen kann wenn ich will, ich habe den Vorteil von Handnähten eindeutig entdeckt und das Ganze ist einfach bequem. Ohne Schleppe ist schon auch toll ;-)




So, genug für heute.
Mehr von dem Ausflug, bei dem auch die Fotos entstanden sind, folgen dann ein andermal.

Ich hefte jetzt noch kurz den Ärmel in die neue, schwarze Samt-Dinnertaille und geh ins Bett. Hoffentlich träum ich davon, dass ich die anderthalb noch ausstehenden Dinnerkleider bis zum Gründerzeit-Wochenende Anfang Oktober fertig bekommen haben werde. Uffz.

A bientôt!

Montag, 11. August 2014

Lila-Weiß Gestreift beim Picknicken

.... und der vorerst letzte Post zur Lila-Weißen Tornüre.

Die Bilder sind auch schon wieder vom letzten Oktober, Kinderchen Kinderchen...

Also, los ging's im Hofgarten.






Korrekturen am Halsband
Irgendwer hat dann ganz unhistorisch die Plastik-Sektgläschen ausgepackt und gut eingeschenkt.



Wieso gibt man mir immer wieder Alkohol...?



Danach ging's Richtung Englischer Garten.


Picknicken, ...



Männer verkloppen....


Weiter quatschen und weiter essen,




die Bändchensammlung arrangieren ...,



und irgendwann mal den Fotografen nerven ;-D




Ergebnis prüfen. Sehr elegant..






(Für selbigen gab es immerhin eine Entschädigung, er durfte mit seiner Holden auch mal _vor_ der Kamera stehen...)


Und wieder weiterratschen....


 
Und irgendwann; irgendwann passiert das, was bibliophile Menschen manchmal einfach nicht unterdrücken können... Völlig egal, ob man das Buch nicht gerade verschenkt hat, und es eh schon kennt, man muss noch mal reinlesen...



 
Najajaja, natürlich. Star Trek ist irgendwie immer mit dabei...


Nach dem Essen, den Photos und dem Lustwandeln ging es dann zurück. So prickelnd war das Wetter auch nicht mehr, und irgendwie stellte sich bei mir gen Abend ein bisschen Bauchweh ein.

Als erstes dann der Kampf mit meiner Schleppe:


"Do miassadn drei Knepf sei..."


Snowlady kann das ;)
Der unauffällige Rückweg zur Ubahn... 





Die schönste Putzkolone Bayerns ;D
Das war's schon wieder.
Der Heimweg war untermalt von bierseligen, gröhligen Fußballfans. Wieso muss der FCB genau dann spielen, wenn wir was geplant haben..?


Sooo, eine Tornüre kennt ihr noch nicht. Freut euch auf ein Hellblaues 1889er Nürchen ;-)


A bientôt!