Freitag, 14. September 2012

Ich gucke zu viel Star Trek...

Tatsache. Ich kann's nicht mehr leugnen...

Mittlerweile fällt es nicht nur mir auf... Hier ein paar Anhaltspunkte *gg*






- Ich sage "Faszinierend!", und grüße mit "Live long and prosper!". Nicht jeden. Aber mehr als normal wäre.

- Meine Katze ist ein Tribble. Flauschig, gurrt, wenn man sie anfasst, und anhand der durch die Wohnung wehenden, grauen Fussel würde ich auch behaupten, dass sie dabei ist, die Vermehrungsrate der Tribbles soweit konstant zu halten.

- Ich habe einen Augenbrauenfetisch. Hinlänglich in meinem Umfeld bekannt. Doch jetzt lerne ich ein ganzes Volk kennen, das auf faszinierende Weise meinen Tick nach akuraten, sauberen Augenbrauen teilt. Sind Vulkanier nicht großartig..?
(Abgesehen davon: Die Ohren! Grünes Blut! Need to say more...?!)

- Wenn vor mir mal wieder jemand über die Autobahn schleicht, möchte ich das lahmende Problem mit einem gezielten Photonentorpedo aus dem Weg räumen. Und mein Navi programmiere ich mit "Kurs nehmen auf..."

- Meine Passwörter werden nach markanten Sternzeiten, Geburtstagen der Charaktere oder sonstigen trek-relevanten Dingen vergeben.

- Ich sammle an meinem Schreibtisch immer mehr StarTrek-Memorabilia an. Tassen, dazugehörige Untersetzer, Batleth-Brieföffner. An der Pinnwand hängen Zettel wie "Keep calm and ask Spock" oder "There's coffee in this nebula!". Auf niedlichen kleinen gelben Post-its um meinen Bildschirm herum stehen Dinge wie "Kaiidith" (vulkanisch: Was ist, ist), um mich davon abzubringen, mich in Wut zu steigern, oder das klassische "P'tak!" (klingonisch) oder "Hwiiy Verul!" (romulanisch: Du Idiot!), falls die Wut doch mal Überhand nimmt.

- Ich trinke "Earl Grey - heiß!", um morgens überhaupt in die Gänge zu kommen.
Oder ich stehe vor meiner Kaffeepadmaschine, drücke den Knopf und sage zeitgleich "Raktajino - extra stark!"

- Über Anrufe auf'm Handy freue ich mich noch mehr als früher: Bei einer SMS pfeift mein Handy wie das TOS-Com-System, und bei Anrufern ertönt die DS9-Titelmelodie. Geweckt werde ich übrigens von der Voyager-Melodie. Haha.

- Jeden Morgen stehe ich vor dem Badezimmerspiegel und widerstehe der Versuchung, mir vulkanische Augenbrauenformen zu verpassen. Bisher trage ich noch die "normale" Bogenform, aber wer weiß wie lange noch ...

- Treknews.net ist als eine der Startseiten eingerichtet - auch im Büro.

- Ich vergleiche meinen Chef und seinen Führungsstil mit dem von Jean-Luc Picard. Fail. Benjamin Sisko..? Fail.
Auch kein anderer Sternenflottenoffizier führt so seine Mannschaft. Seufzend muss ich feststellen, dass ich mich dann wohl auf einem Klingonen- oder Ferengi-Schiff befinden muss. Eher Ferengi, Loyalität kann man hier kaufen.

- Ich könnte mich stundenlang über flache Trek-Witze beömmeln:
Wie viele Klingonen braucht man, um einen Glühbirne zu wechseln..?
Keinen. Klingonen haben keine Angst im Dunkeln.
*debil kichert*

 


Und Du, lieber Leser, hast zuviel Star Trek geguckt, wenn Du ein paar der o.a. Punkte nachvollziehen kannst! ;-D
 
 

Samstag, 8. September 2012

Happy Birthday Star Trek!

Am 8.9.1966 bekam die Menschheit Zutritt zu einem neuen Universum - TrekVerse.
Mit 726 Episoden, elf Kinofilmen, zahlreichen Romanen, Computerspielen und Comics wurden Generationen geprägt.

 
Beamen und Warp-Geschwindigkeit sind seitdem in den alltäglichen Wortschatz übergegangen, Physiker diskutieren die wissenschaftlichen Ansätze der Serie und StarTrek-Memorabilia haben sich auf die Büros der Welt verteilt.

Was wäre der Geek ohne Star Trek..?
Ein "What would Spock / Picard / Janeway do..?" an der richtigen Stelle und man sieht eine Lösung. Oder zumindest eine Möglichkeit, den Tag zu überleben, ohne grob gegen die Oberste Direktive zu verstoßen.

Was wäre der Fanfiction-Schreiberling ohne dieses Fandom, in dem alles möglich ist..?
Großartige Dinge wie MirrorUniverse oder das vulkanische Pon Farr sind Canon. Besser hätte die Ausgangslage nicht sein können...


Und in Folge dessen - Happy Spirk Day  >_<y



Live long and prosper!
Dif-thor heh smusma!

Sonntag, 12. August 2012

Fail..!? Oder doch nicht....?

So, mittlerweile habe ich doch dem Nahrungsdrang nachgegeben und Toast mit Marmelade gegessen. Wird schon reichen, das Hungergefühl hab ich ja eh mehr oder weniger verloren...

Der Tag neigt sich dem Ende, und ich kann tatsächlich etwas vorweisen....

Als erstes ist der rosa Basisrock fertig. Ich meine: Fertig fertig. Inklusive Bund, Saum und Knöpfen. HA!
Und sieht so aus:



Der Rüschenunterrock ist auch soweit fertig, da fehlt oben allerdings noch Bund und Verschluss. Später dann. Bei Unterzeugs bin ich da nicht so...

Hier mal Fotos vom Unterrock. Entstanden aus gefühlten Kilometern weißer Baumwolle. Uffz. Ich dachte schon, das Säumen hört nie auf...
Schnitt gab es keinen, ich hab einfach nur Bahnen aneinandergetackert und die Rüschen draufgenäht. Vermutlich nicht sehr korrekt in historischem Bezug, aber ich hab hier grad nicht die Zeit, Schnitte auszuknobeln....





Eigentlich hatte ich das Ding ja gebaut, um zu verhindern, dass sich irgendwo bei den hellen Stoffen, die ich so zukünftig vernähen werde, die schwarzen Rüschen des Bürzels abzeichnen.
Und, für den Fall der Fälle, dass bei einem Rocklupfer nichts komisch gruftig schimmert. Ein Unterrock ist ja schneller zu Nähen als ein kompletter neuer Bürzel....
Wie man sieht, blitzt  unten noch die Rüsche durch. Fail. Eindeutig: Fail.




Muss mir dann überlegen, ob und wie ich das korrigiere, denn eigentlich find ich den Unterrock schon toll.

Er macht auch eine "weitere" Silhouette, die ich für die Frühe Tornüre ja unbedingt brauch.

Hier mal der Vergleich:



Ich muss bei den Bildern wohl nicht erläutern, wo der Unterrock drunter ist ;-)
Und ja, ich weiß; Bügeln könnt helfen ;-)

Es steht auf jeden Fall jetzt schon fest, dass ich mich mit diesem Kleid wieder zu Tode schleppen werde. Wenn ich dran denke, was da noch alles an Gewicht draufwandern wird... Zweireihige Faltenborte, ein Overskirt ebenfalls mit zweireihiger Faltenborte....
Jahaa. Es gibt kein größeres Leid als das, welches der Mensch sich selbst zufügt...

Aber gut, solang ich dabei nicht aussehe wie das monegassische Pferdchen Charlene mit ihrem blöd kalkulierten Hochzeitskleid ist alles in Ordnung.

Da fällt mir ein: ich kann eh nicht tanzen. Kniespackie, es kracht und knirscht und tut irgendwann weh, wenn ich drehe, tanze, wirble.
Das heißt, ich werde sowieso nur da sitzen, Konversation betreiben und hübsch aussehen. Juhu.
Da ich noch nicht verheiratet bin, wäre das sowieso meine Oberste Direktive auf einem Gründerzeitlichen Ball gewesen. Juhu. Historische Darstellung kann ich also auch schon.

So, und nach all den Juhus geh ich jetzt Duschen - Bett - Lesen. Der perfekte Abend *gg*



A bientôt!


PS: hier wird wohl in der nächsten Woche nichts gepostet werden. Dienstag spätabends kommt Annette dann zu mir - juhu, Uuurlaub! - und bis dahin muss ich die Überreste des Gelages hier in meiner Wohnung beseitigen. Vermutlich Klingonen. Oder doch Möppi. Das Zeug in ihrem Napf sieht zumindest schon mal aus wie Racht.

Zwischenstand - der 80. Post

Faszinierend.
80 Posts. Hätte nicht gedacht, dass ich soweit komme...

Mein Franzensbadprojekt schreitet voran.
Langsamer als geplant, zugegeben. Die gefühlte Hälfte des Wochenendes hab ich als Trekkie verbracht; TOS-Folgen geguckt, mich mit Vulkanologie beschäftigt und Fanfiction gelesen. So langsam geht's dahin, selten hat mir eine Serie so viel Spaß gemacht. (mit Ausnahme von Dr. Who und vielleicht noch Torchwood.)
Bei jedem weiteren Mausklick mahnte das Stimmchen in meinem Hinterkopf, dass ich endlich mal mit nähen weitermachen sollte, statt mich mit der Spock'schen Gedankenverschmelzung zu beschäftigen... *seufz*

Das Stimmchen hat gerade die Oberhand. (Was auch an der Tatsache liegt, dass ich ein bestimmtes Genre von FFs auf bestimmten Seiten alle durchgelesen hab *hüstel*
Muss also erst wieder neue Geschichten, neue Seiten suchen...)

Und nachdem ich jetzt endlich was nähen muss, stürze ich mich mal an den Unterrock.
Aktueller Stand:

Ein Haufen Rüschen.


Man nehme mehre Meter Stoff, säume sie - und ich dacht, damit werd ich nicht mehr fertig! - und jage die Bahnen dann durch den Ruffler...
Jahaaa. Schön stumpfsinnig....
Aber ein Unterrock ohne Rüschen geht auch nicht. Also ... weitermachen.


Qapla'
Genovefa


Nachtrag um 14:26: Ich sollte etwas essen... Sagt mein Verstand; mal wieder stelle ich fest, dass mein Magen sich mit Kaffee und (schwarzem) Tee eindeutig auch bei Laune halten lässt. Essen ist unnötig.
Verkünde stolz: Basisrock der Ballnüre fertig. Wenn ich jetzt an's Zuschneiden der dunkelroten Faltenborte gehe, kann ich ja eine TOS-Folge dabei einlegen. Hihihihihi.

Donnerstag, 9. August 2012

Brunnenfest und Auer Dult

So, wenn ich schon nicht nähe, muss ich wenigstens etwas posten....

Am letzten Freitag wurde zum zweiten Mal nun schon das Brunnenfest veranstaltet: Brunnenfest 2012

Nachdem ich es letztes Jahr verpasst habe, wollte ich dieses Jahr unbedingt dabei sein.
Das erste Problem: Die Veranstaltung beginnt um 11:00 Uhr vormittags. Ich habe aber keinen ganzen Tag freibekommen, sondern nur einen halben.
Schon früh war also klar - im Büro umziehen. Qualifizierte Kommentare meiner Teamleitung à la: "Dann geh halt in deiner Alltagskleidung hin, die ist doch auch schön.." galt es zu ignorieren.

"Auch schön" ist kein Argument, wenn man daheim eine neue Krinoline aus der Nähmaschine gezaubert hat.
Alles kein Problem, in vollem Ornat ins Büro. Vor den Augen meiner staunenden Kollegen dann die Alltagskleidung unten drunter freigelegt, und ein paar Stunden gearbeitet.
Danach wieder rein in die Krinoline... Umziehen / anziehen macht Spaß....

Ich war natürlich der Hingucker im Verlag, und kam nicht pünktlich vom Fleck ;-)
Auch wenn die Fotos noch ohne Schmuck und teilweise mit Brille entstanden sind, so fanden meine KollegInnen es ganz großartig. Die meisten konnten es nicht fassen, dass ich in meiner Freizeit wirklich so herumlaufe. Und vor allem, dass man so was tatsächlich selber nähen kann...



Dann endlich - am Viktus.



Da waren viiieeele Menschen. Gstanzlsänger, Trachtengruppen, eine Fanfarentruppe, noch mehr Trachtler, Bands und andere Künstler.




Nach einem leckeren - kostenfreien, hihi - Essen im Pschorr und kurzem Schniadln (bay.: Flanieren) über den Markt hat sich das Grüppchen dann getrennt: Gruftzuckerl, Lorenia von Raschke und ich sind dann zur Auer Dult.

Eine wunderbare Idee, wie sich im Lauf des Nachmittags herausstellen sollte.
Wir sind natürlich nur die Antikgässchen entlang gewandert, der Rest der Dult hat mich noch nie sonderlich interessiert. Bin nicht so der Jahrmarktsmensch...

Zuerst gab es aber noch mal ein paar Fotos. Eine nette Dame hatte mir ein paar Stände weiter vorne weiße Baumwollhandschühchen geschenkt (!!) Die passten dann perfekt zu meiner neuen Krinoline.





Katrin und Katrin. Letztere hat auf der Dult vielen Menschen klar gemacht, dass Tätowierungen durchaus historisch sind ;-)
Wie wir wissen, war z.B. Sisi auch tätowiert ;-)


Meine Beute des Tages:
Ein paar alte Lichtbilder. Teils weil ich sie sehr hübsch fand, teils wegen der Kleidung.


Hier die besagten, geschenkten Handschuhe. Und ein paar kleine Halbkugelknöpfe. Von hinten sieht man, dass es Plastik ist, aber ich musste sie einfach mitnehmen. Die sehen an einer Taille bestimmt sehr nett aus.


Und dann mein neuestes Prunkstück: Ein Jugendstil-Sonnenschirm.
Nur zwei kleine Macken, die einfach auszubessern sind, ansonsten in perfektem Zustand. Und der Griff ist so schön lang...





Und hier die "Macke": Der Stoff hat sich von der Strebe gelöst... Nichts, was sich nicht mit ein paar Stichen beheben lässt....


Ich freu mich schon drauf, den Schirm mal wieder spazieren zutragen. Gemeinsam mit der Krinoline natürlich.



Bis zum nächsten Mal,
Genovefa

Mittwoch, 8. August 2012

die Gräfin-Trani-Krinoline

Hallo zusammen,

Bevor ich es wieder vergesse: Hier mal Fotos von der letzten Näh-Errungenschaft. Eine neue Krinoline!

Angefangen habe ich damit bereits kurz nach dem WGT. Der Rock hing auch mehrere Wochen lang unangetastet von einer Nadel an der Puppe, bis der Zeitdruck einfach zu groß wurde.
Irgendwann in der Zeit hat das unfertige Ding auch den Namen "Gräfin Trani" verpasst bekommen. Mir ist natürlich klar, dass Herzogin Mathilde Ludovika in Bayern, Prinzessin von Bourbon-Sizilien so ein einfaches Gwand nicht getragen hätte. Aber der Name hängt einfach am Kleid ;-D

Aber fangen wir mal mit den Fakten an.
Schnitte dafür hatte ich nur für die Taille, der Rock ist frei Schnauze entstanden. Als Basis habe ich mehrere keilförmige Bahnen aus der guten, alten, schwarzen Ditte aneinandergetackert und dann entsprechend mit den roten Rüschen versehen. An der Stelle noch mal ein Hurra! auf den RedSeaStripes und den Stoffmarkt. Und ein DAAAANKE! an Teresh-ka, die mir ein paar Meter von ihrem Ballen schwarzer Spitze überlassen hat, als meiner schon alle war...


Dazu gab es dann eine Taille, entstanden nach dem TV 443, 1861 Dress Bodice.
Mit den üblichen Veferl-Änderungen: Hier was verkürzt, da den Ärmel verändert, etc.




Bei den Ärmeln wollte ich etwas anderes ausprobieren: Meine geschätzten Fake-Ärmel, die bis zum Ellbogen hin offen sind und locker nebenher fallen.
Zeitlich ging es sich nicht aus, eine neue Bluse zu nähen. In einigen meiner Bücher sind aber entsprechende Modebilder enthalten, die nur so bis etwa zum Ellbogen reichende, lose getragene Unterarm-Ärmel zeigen. Ich weiß nicht, wie ich es genau beschreiben soll, mit den Fotos wisst ihr sicher, was ich meine.

Daher gab es gleich mal Blusenärmel-Bscheißerl, damit man keine nackten Unterarme sieht. Wieder mal frei Schnauze, aus weißer Baumwolle mit Baumwollspitze.


Oben dann mit Bändchen zum festbinden.

Und so sah es dann angezogen aus, mit allem Drum und Dran:


Ich liiiieeebe diese Ärmel. Ich muss mehr solche Ärmel nähen. Punkt.


Der Hut ist auf die Schnelle am Abend davor entstanden.
Ich habe bei einem anderen Hut die blaue Deko abgebaut, und Rote drübergezimmert. Federn und Bänder dran, fertig.
Beim Hut hab ich, anders als beim restlichen Ensemble, nicht stundenlang vorher Bildquellen gewälzt. Am Abend vor der Veranstaltung hat man dazu nicht immer Zeit.
Aber soooo arg "falsch" sieht er nicht aus. Ohne Hut loszuziehen wäre mir schlimmer erschienen ;-)


Alles in allem habe ich beschlossen, mein Kostümer-Spektrum um ein paar Jahre zu erweitern, und die Krinolinenmode neben den Tornüren in meinem Schrank zu etablieren.
Meines Erachtens näht sich so eine Krinoline auch einfacher als eine Tornüre. und sooo viel Stoff hab ich für die Line jetzt nicht gebraucht... Vom Roten etwa 6m, a bissl weiße Baumwolle, 3,5m für die schwarze Ditte-Rockbasis und knapp einen Meter Baumwollköper für das Innenfutter der Taille, ein bisschen weiße Baumwollspitze und etwa 15m schwarzer Spitze. Fertig.

Darüber hinaus ist es eines der Ensembles, bei dem ich so wenig moderne Materialien wie möglich verwenden wollte.
Kein Polyester, etc.
Im Großen und Ganzen ist es mir auch ganz gut gelungen: Nur Baumwolle, lediglich die schwarze Spitze hat nach Brennprobe einen geringen Kunstfaseranteil. (Baumwolle lohnt sich, ansonsten hätte ich am warmen Sommertag beim Tragen noch mehr geschwitzt.)
Und, ich gestehe, meine Maschine ist mit einem Polyesternähfaden bestückt. Der Baumwollfaden reißt mir zu schnell, das ist nicht gut für jemanden, der keine Geduld hat.
Trotz allem ist das aktuelle Stück mit Abstand das einzige, mit denen ich mich auf historische Veranstaltungen wagen würde. Dann natürlich mit einem anderen Hut, aber das ist ja schnell gemacht.
Schwer ist das Gwand halt, nach zehn Stunden in Krinoline merkt man das Gewicht auf den Hüften.
Aber was tut man nicht alles.. Jeder hat halt so seine Hobbies ;-)


A bientôt,
Genovefa



Dienstag, 7. August 2012

Franzensbad - ein Wahnsinnsprojekt

"Jeder Irre hat einen Grund für seinen Wahnsinn...." (Oriya, Yami no Matsuei)


Aktuell ist es bei mir der Gründerzeitball in Franzensbad:
Viktorias Enkel veranstalten am ersten Oktoberwochenende ein gründerzeitliches Wochenende in Franzensbad. Mit entsprechender Kulisse, einem Ball....
Teresh-ka und ich freuen uns schon sehr auf dieses Wochenende.


Mein Problem: Mit historisch korrekter Garderobe hab ich mich bisher noch nicht sehr viel auseinandergesetzt. Mit den meisten Sachen aus meinem Schrank - bis auf ein oder zwei Ausnahmen - möchte ich da nicht auftauchen. Die falschen Stoffe, nicht optimale Verarbeitung, moderne Materialien, etc....

Daher - es muss noch ordentlich genäht werden. Das Zeitfenster 1870 - 1890 kann ich im Moment einfach nicht ausreichend bedienen ;-D

Mindestens ein Ballkleid muss also her.
Die Stoffe - Baumwollsatin, Seidensatin ist einfach nicht im Budget - dafür habe ich schon, es wird bordeaux-altrosa. Ungewöhnliche Kombi für ich, ich weiß, aber ich will das einfach mal haben.
Das ist das Must-have. Frühe Tornüre, da finde ich gerade die Silhouette so hübsch. Genaueres steht noch nicht fest...


Darüber hinaus hätte ich gern noch:
- Sortie de Bal, passend zum Kleid
- Neues Korsett (in Weiß oder Creme, bisher sind alle Korsetts ja schwarz)
- Weißer Tornürenunterrock (um die gruftigen Rüschen vom Bürzel zu verdecken)
- Promenadenkleid

Letzeres allein schon deshalb, weil ich so ein Kleid will:



Es hat Rüschen en masse, Schleifen, es ist gestreift und hat eine Schleppe. Schreit also nach einer dezenten Person wie mir.
Den Stoff dafür hab ich sogar schon; am letzten Stoffmarkt lief mir gestreifte Baumwolle über den Weg:


Zwar schmaler gestreift als auf dem Original, aber der musste einfach mit. Weil der Lila-Ton so hübsch ist.
Wir werden sehen, wie genau ich mich an die Vorlage halte, eventuell muss ich gewisse Dinge verändern, um es nicht Augenkrebsverdächtig zu machen.


Wie ich das alles in nicht mal 2 Monaten schaffen soll...?
Keine Ahnung.

Ich habe mir aber mit dem heutigen Tag schon mal vorgenommen, mich jeden Abend mindestens eine Stunde lang damit zu beschäftigen, und nicht im StarTrek-Universum zu versumpfen. Weniger Data, Spock und Janeway, dafür mehr nähen. Einfache Rechnung, wird aber bei meinem jetzigen Geek-Stadium schon an sich eine Herausforderung werden...

Vermutlich wird das und meine eigene, elendige Eitelkeit schon ausreichen, um mich genügend an die Maschine zu drücken....

Also mal abwarten, es wird spannend....



So long,
Genovefa